Systemicon Abgassysteme einwandig
Öl
Gas
Festbrennstoffe
Unterdruck 40Pa
Feuchter Betrieb
Temperatur bis 600°
Wandstärke 0,6 mm
Rabattgruppe EW
25 Jahre Garantie

EW-SILVER

Kondensatsäurebeständiges einwandiges Abgassystem aus Edelstahl

Das kondensatsäurebeständige Abgassystem EW-SILVER aus hochlegiertem Edelstahl 1.4539 ermöglicht einen kondensierenden Anlagenbetrieb auch nach einem erfolgten Rußbrand. Somit ist das grundsätzlich für alle Brennstoffarten geeignete einwandige Abgassystem besonders prädestiniert für moderne Biomassefeuerstätten, die mit geringer Abgastemperatur arbeiten und mit naturbelassenen Hackschnitzeln, Scheitholz oder Holzpellets nach DIN 51731 betrieben werden.

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Produktbeschreibung

Eigenschaften

  • Rußbrandbeständig und feuchteunempfindlich
  • Schnelle Montage und unkomplizierte Schrägführung durch leichtes Material
  • Optionale Fixierung mit Klemmbändern
  • Optional als ovales Rohr lieferbar ideal für enge und mehrzügige Systeme
  • Große Systemvielfalt und umfangreiches Zubehör-Programm

Einsatzbereich

  • Regelfeuerstätten für Öl, Gas, Festbrennstoffe
  • Holzpellets, Hackschnitzel und Scheitholz aus naturbelassenem Holz

Technische Daten

Material1.4539 (904L) nur rauchgasberührte Bauteile
OberflächeMatt
Wandstärke0,6 mm
Weitere auf Anfrage
Innendurchmesser80 - 300 mm
Weitere auf Anfrage
IsolierungOptional möglich mit Dämmschalen
VerbindungSteckverbindung Muffe / Sicke
EW-SILVER

ZULASSUNGSNUMMER

Z-7.1-3374

KLASSIFIZIERUNGEN NACH DIN 18160 - 1

T400 - N1 - W21) - G50 - L00
T600 - N1 - W21) - G100 - L00

1 für Holzpellets aus naturbelassenem Holz
für Hackschnitzel aus naturbelassenem Holz
für naturbelassenes Scheitholz
für Gas und Heizöl EL

 

EW - SILVER VERBINDUNGSLEITUNG

ZULASSUNGSNUMMER

Z - 7. 1 - 3374

 

Ohne Strahlungsschutz:
T600 - N1 - W2 - G400M

Abstände mit Strahlungsschutz nach DIN 18160-1/EN15287
bis DN130 = G200, DN140 = G210, DN150 = G225, DN160 = G240,
DN180 = G270, >DN200 = G300

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FAQ

Fragen über Fragen? Hier finden Sie häufig gestellte Fragen rund um unsere einwandigen Systemen und unsere Antworten.
Falls Sie noch mehr wissen möchten, können Sie uns gerne direkt kontaktieren.

Wann ist bei einer Abgasleitung eine zusätzliche Reinigungsöffnung erforderlich?

Ein zusätzliches Revisionselement ist erforderlich, wenn sich nicht alle Bereiche der Abgasleitung über die untere Reinigungsöffnung oder von der Mündung aus kontrollieren und reinigen lassen.

Das ist beispielsweise bei einem stärkeren Versatz, einer längeren Schrägführung oder einem schwer erreichbaren Leitungsabschnitt der Fall. Die Anforderung gilt für Abgasleitungen aller Brennstoffarten; bei Festbrennstoffanlagen ist die gute Zugänglichkeit wegen möglicher Ruß- und Ascheablagerungen besonders wichtig. Anzahl, Lage und Zugänglichkeit der Reinigungsöffnungen richten sich nach DIN 18160-1 und dem konkreten Verlauf der Abgasanlage.

Muss ein einwandiges Edelstahlrohr im Schacht gedämmt werden?

Nicht zwingend – maßgeblich ist die Zulassung des jeweiligen Schachtsystems, die den zulässigen Aufbau mit oder ohne Dämmung genau vorgibt.

Bei FURADO-A ist die Ausführung bis zur Temperaturklasse T160 ohne zusätzliche Dämmung zulässig; für die Ausführung bis T600 ist eine 25 mm starke Dämmung erforderlich. Bei FURADO-F für Festbrennstoffe bis T400 wird das Innenrohr ebenfalls mit 25 mm Dämmung ausgeführt. Welche Ausführung im konkreten Fall gilt, zeigt dieJeremias FURADO-Schacht-Zulassungsübersicht.

Muss ein einwandiges Edelstahlrohr bei der Schornsteinsanierung gedämmt oder isoliert werden?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten – maßgeblich ist immer der vollständige, für die konkrete Anlage klassifizierte Systemaufbau.

Ob und wie stark das einwandige Edelstahlrohr gedämmt werden muss, richtet sich nach der Klassifizierung und Montageanleitung des eingesetzten Innenrohrsystems, der Temperaturklasse, dem Brennstoff sowie den Abständen zu brennbaren Bauteilen. Auch die Vorgaben zum Ringspalt und zu einer gegebenenfalls erforderlichen Hinterlüftung müssen eingehalten werden. Stimmen Sie die geplante Maßnahme vorab mit dem bezirksbevollmächtigten Schornsteinfeger ab – er nimmt die Anlage vor der Inbetriebnahme ab.

Wie verbinde ich zwei Abgasrohre mit unterschiedlichem Durchmesser oder Werkstoff?

Mit einer Kraftschluss-Manschette. Sie verbindet zwei Rohre auch dann, wenn diese aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen oder nicht genau denselben Außendurchmesser besitzen.

So lässt sich beispielsweise ein Kunststoffrohr mit einer Abgasleitung aus Edelstahl verbinden: Eine EPDM-Manschette dichtet die Rohrenden ab, flexible Kunststoffsegmente gleichen die unterschiedlichen Durchmesser aus und zwei Edelstahlspannbänder sichern die Verbindung mechanisch. Je nach Manschettengröße lassen sich Durchmessersprünge bis 43 mm überbrücken. Die Manschette ist bis 120 °C temperaturbeständig (bei BHKW maximal 100 °C). Typische Anwendungen sind Geräteanschlüsse, Reparaturen und Übergänge zwischen bestehenden und neuen Leitungen.

Wann wird ein Zugbegrenzer benötigt und wie wird das festgestellt?

Ein Zugbegrenzer wird bei Unterdruckanlagen benötigt, wenn der vorhandene Schornsteinzug höher ist oder stärker schwankt, als es die Feuerstätte für einen sicheren und gleichmäßigen Betrieb benötigt – etwa durch einen hohen Schornstein, niedrige Außentemperaturen oder Wind.

Festgestellt wird das über den Förderdruck: Der vom Hersteller der Feuerstätte angegebene Wert wird bei der Planung mit dem berechneten Förderdruck der Abgasanlage verglichen. Bei bestehenden Anlagen kann zusätzlich eine Messung während des Betriebs erforderlich sein. Überschreitet der Unterdruck den eingestellten Wert, öffnet die Klappe selbstständig und lässt kontrolliert Raumluft in die Abgasanlage einströmen; sinkt der Unterdruck wieder, schließt sie. So lassen sich ein zu schneller Abbrand und unnötige Wärmeverluste über den Schornstein reduzieren. Auswahl, Einbau und Einstellung erfolgen durch Fachpersonal und sollten mit dem zuständigen Schornsteinfeger abgestimmt werden.

Warum gibt es Zugbegrenzer in unterschiedlichen Ausführungen?

Weil sich der Zugbegrenzer damit an unterschiedliche Abgasanlagen und Einbausituationen anpassen lässt – die Bauform richtet sich nach dem Anschlusspunkt.

Rechteckige Zugbegrenzer werden über einen Schiebestutzen direkt in ein passendes Schornstein-Revisionselement eingesetzt, runde Varianten passgenau auf spezielle Anschlussstutzen des Abgassystems montiert. Für die Nachrüstung an bestehenden Abgasrohren eignen sich universelle Ausführungen: Sie werden über eine ausgeschnittene Öffnung angesetzt und mit einem Spannband fixiert und sind dadurch stufenlos für verschiedene Rohrdurchmesser einsetzbar. Für Sonderfälle – insbesondere bei größeren Anlagen oder speziellen Brennstoffen – gibt es zudem Modelle mit integrierter Überdruck- oder Explosionsklappe, die kurzzeitige Druckstöße beim Anfahren oder bei Verpuffungen sicher ausgleichen.

Was unterscheidet einen Zugbegrenzer von einer Abgasklappe?

Der Zugbegrenzer führt der Abgasanlage Raumluft zu, die Abgasklappe sitzt dagegen direkt im Abgasweg – beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Der Zugbegrenzer reagiert auf Abweichungen vom optimalen Förderdruck im Schornstein: Seine Klappe öffnet selbstständig und lässt kontrolliert Raumluft einströmen, bis der eingestellte Förderdruck wieder erreicht ist. Die Abgasklappe öffnet und schließt beziehungsweise begrenzt den Querschnitt des Abgaswegs und kann beispielsweise während der Stillstandszeit der Feuerstätte Wärmeverluste verhindern. Bei motorischen Ausführungen öffnet sie vor dem Start des Brenners und gibt den Abgasweg frei.

Wofür wird ein einwandiges Abgassystem aus Edelstahl eingesetzt?

Ein einwandiges Abgassystem – bei Jeremias als EW gekennzeichnet – wird überall dort eingesetzt, wo das Abgasrohr keine eigene Dämmung im Systemaufbau benötigt: als Verbindungsstück zwischen Feuerstätte und Schornstein und als Innenrohr zur Sanierung eines bestehenden Schornsteins.

Jeremias führt dafür starre Edelstahlrohre (EW-FU, EW-ALBI, EW-SILVER), flexible Ausführungen für die Schachtsanierung (EW-LINE FLEX FU, EW-LINE FLEX AL), die konische Verbindungstechnik EW-KL sowie Kunststoffsysteme aus Polypropylen für Brennwertanwendungen (EW-PPS, EW-PP-FLEX). Welches einwandige Edelstahlrohr passt, richtet sich nach Brennstoff, Temperaturklasse und Einbausituation.